Schafseitenspitze - 2.602 m

Aktualisiert: März 5

Eigentlich ja nicht das Ziel, das heute bei uns am Plan stand, bereut haben wir's aber nicht - ganz im Gegenteil - Pulverfreude pur! Das Abenteuer kommt bei der Skitour zur Schafseitenspitze auch nicht zu kurz!


Höhendifferenz: 1.330 hm | Distanz: 5,7 km | Dauer: 4 h | Exposition: N, NO

Variantenreicher Aufstieg

Um 8.00 Uhr starten wir vom Parkplatz gegenüber des Gemeindeamtes von Navis über den bereits sichtbaren Weg taleinwärts rechts vom Weirachbach. Das Ziel vom heutigen Sonntag - die Hohe Warte. Aha? Ja - Das eigentliche Ziel. Sobald der Weg sich teilt, biegen wir nach rechts, weiter bis zur ersten Wiese, wieder rechts mit Spitzkehren steil bergauf. Alternativer Aufstieg: geradeaus wäre der Gipfel bei sicheren Verhältnissen mit 100 Höhenmeter weniger erreichbar - für die, die auf mehr Adventure stehen, empfehle ich aber unsere Variante.



Gipfelirrtum oder einfach Schicksal?

Bei der Stippleralm angekommen, checken wir mal die Karte. Hohe Warte? Nicht in Sicht. Drei Skitourengeher überholen uns. „Ihr geht wohl auch auf die Hohe Warte?" Fragende Blicke. Die Hohe Warte ist dort drüben, da hättet ihr bei der ersten Kreuzung geradeaus müssen. Toll. Neues Ziel - Schafseitenspitze. Die Route zum Gipfelkreuz bereits ersichtlich. Die Skier werden zwischenzeitig auf den Rucksack geschnallt, es geht über einen Felsen. Das Runter auf der Hinterseite bringt mehr Nervenkitzel als das Hinauf - sichere Tritte gefragt! Die Skier wieder an den Füßen, weiter geht's. Bei den letzten Höhenmetern ist die Schneedecke heute sehr hart, das kostet uns nochmals Kraft.


Flowige Abfahrt

Nach vier Stunden - Ziel erreicht! Gipfelkreuzfoto. Mit Höhenangst lieber nicht zu weit rechts die Aussicht genießen, da geht's rassig in die Tiefe. Umziehen, Felle runter und die verdiente Gipfeljause genießen. Und dann? Wir sind sowas von bereit für die Abfahrt! Kurz noch der Aufstiegsspur folgen, dann rechts den Hang hinunter schwingen. Beste Bedingungen - schon wieder! Ich bin immer und immer wieder überrascht von den Schneeverhältnissen des heurigen Winters - hab wohl in den letzten Jahren noch nicht so wirklich Schimmer von der richtigen Tourenwahl gehabt? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, bei jeder einzelnen Abfahrt Pulverglück zu erleben.

24.02.2019